Der Winter steht vor der Tür und die Temperaturen sinken. Während wir unser Zuhause warm einrichten, kümmern sich auch die kleinen Gartenbewohner wie die Igel um ihr Winterversteck. Wo sich diese stacheligen Gesellen im Garten genau zur Ruhe legen, bleibt oft ein Rätsel.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Kälteschutz 🥶: Igel suchen geschützte Plätze für ihren Winterschlaf.
- Nahrungsraum 🍽️: Alte Pflanzenreste bieten Nahrung und Unterschlupf.
- Schutzräume 🏡: Laubhaufen und Komposthaufen sind ideal für Igel.
- Vielfalt 🌱: Ein naturnaher Garten erleichtert den Tieren das Überleben.
- Unterstützung 🙌: Tipps für ein igelfreundliches Habitat.
Wusstest du, dass die Igelpopulation in den letzten Jahren alarmierend zurückgegangen ist? 2026 ist es wichtiger denn je, ihren Lebensraum zu erhalten und ihnen durch einfache Maßnahmen zu helfen.
Ein idealer Lebensraum für Igel
Gärten sind wertvolle Lebensräume, doch viele Gartenbesitzer scheuen sich vor „Unordnung“. Diese „Unordnung“ ist jedoch für viele Tiere, darunter die Igel, überlebenswichtig. Während der Herbst oft mit einem gründlichen Aufräumen einhergeht, geschieht genau das Gegenteil von dem, was für die Tiere wichtig ist. Abgestorbene Pflanzenteile bieten nicht nur Versteckmöglichkeiten, sondern auch Nahrung. Laubhaufen oder Totholz sind wahre Winteroasen und reichen oft aus, um zahlreiche Igel durch die kalte Jahreszeit zu bringen.
Ein wenig Geduld und Minimalpflege verbessern die Lebensbedingungen für Igel erheblich. Ein naturnaher Garten, der Wildpflanzen beherbergt, zieht Insekten an, die für die Igel eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Viele Menschen empfehlen, Laubhaufen nicht sofort zu entfernen, weil diese feuchten und schützenden Rückzugsorte für die Tiere bieten können. Der beste Plan? Einfach mal die Schaufel stehen lassen und die Natur ihren Lauf nehmen lassen!
Die passende Unterkunft für den Winterschlaf
Für Igel ist es entscheidend, einen komfortablen Schlafplatz zu finden, um der Kälte zu entgehen. Diese können in verschiedenen Formen wie Laubhaufen oder alten Komposthaufen eingerichtet werden. Die Möglichkeit, sich unter Ästen oder in dichten Sträuchern zu verstecken, schafft zusätzliche Sicherheit. Es ist faszinierend zu beobachten, wie kreativ die Natur in der Auswahl von Verstecken ist. Wer seinen Garten igelfreundlich gestalten möchte, sollte sich überlegen, ein kleines Igelhaus zu bauen oder bereit zu stellen.
Die Materialien sind einfach beschaffbar: Eine Mischung aus Holz, Stroh und Laub macht jede Unterkunft gemütlich. Ein wenig Planen im Vorfeld, wie z.B. die Wahl eines ruhigen Standorts, kann großen Einfluss auf die Nutzung der Unterkunft haben. Und um sicherzustellen, dass Igel wirklich einziehen, sollte man um die Pflege des Gartens ein wenig nachsichtig sein und auch alte Pflanzen zurücklassen.
Praktische Tipps für ein igelfreundliches Habitat
Bei Lidl und OBI gibt es eine Vielzahl an DIY-Igelhaus-Bausätzen, die sich leicht montieren lassen. Für die Gestaltungsarbeit reichen einfache Materialien: Mehrjährige Pflanzen, alte Äste oder auch Töpfe können zusammengefügt werden, um kleinen Igeln einen Rückzugsort zu bieten. Ideal ist auch ein Bereich in der Nähe der Terrasse, wo sich die kleinen Tiere heimisch fühlen können.
Ein weiterer praktischer Tipp für Tierliebhaber: Wer in der Nähe von Baumärkten die richtige Mischung aus Laub und Reisig für seinen Laubhaufen kauft, erhält eine hervorragende Grundlage für eine naturnahe Gestaltung. Freiliegende Fugen und Ecken unter Werk- oder Gartenhäusern bieten nicht nur Zufluchtsorte, sondern auch Schutz. Ab Ende Oktober sollte man die Aufräumarbeiten im Garten besser einstellen, um den Tieren ein sicheres Winterquartier zu bieten.
Persönliche Anekdote
In einem Schrebergarten hat ein Nachbar ein tolles Igelhotel aus alten Weinkisten gebaut. Das Ding steht seit Jahren und ist immer voll mit Leben. Jedes Frühjahr sieht man die kleinen Stacheltiere fröhlich umherlaufen, während sie nach Futter suchen. Eine ganze Gesellschaft von Hummeln hat sich da auch eingerichtet, und ich kann nur sagen: Es wurde mir wirklich klar, wie wichtig solche Rückzugsorte sind. So hat jeder sein Plätzchen und die Natur ist glücklich.
Was jetzt?
Pflanze in deinem Garten mehrjährige Pflanzen und lasse Laubhaufen stehen – es könnte der Unterschied zwischen Leben und Tod für die Igel sein. Überlege, ein Igelhaus in deinem Garten aufzustellen, das nicht nur einen Rückzugsort, sondern auch ein Schutzraum für andere Tiere bietet. Hast du bereits einen Laubhaufen oder ein Insektenhotel? Teile deine Erfahrungen und lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir unseren kleinen Freunden helfen können!
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung.